Porno-Boom

Auch wenn kaum einer es zugibt – Schmuddelfilmchen stehen hoch im Kurs, vor allem bei Männern. Jede vierte Suchanfrage im Internet zielt auf pornografische Inhalte ab – Zahlen, die sich auch im Umsatz bemerkbar machen: Allein im Netz werden mit Pornos mehrere Milliarden Euro umgesetzt. Doch wer bekommt das ganze Geld?

Einkünfte der Porno-Darsteller

Laut dem US-Nachrichtensender CNBC, der mit verschiedenen Personen aus der Branche sprach, verdienen die weiblichen Sex-Darsteller am meisten – nicht überraschend, schließlich sind die meisten Pornozuschauer männlich und möchten Kurven und viel nackte Haut sehen.

Während die Männer vor der Kamera durchschnittlich zwischen 600 und 800 Euro pro Drehtag verdienen, sind es bei den Ladys immerhin 700 bis knapp 900 Euro. Wer sich bereits einen Namen gemacht hat, verdient als Pornodarsteller schon mal 1.300, als weiblicher Star bis zu 2.200 Euro pro Tag oder Szene. Dabei gilt: Je experimenteller und außergewöhnlicher die Szenen, desto höher der Verdienst.

Gagen hinter der Kamera

Wer Pornofilme schaut, sieht in der Regel nur das fertige Produkt. Neben den Darstellern vor der Kamera gibt es jedoch noch jede Menge Leute, die am Dreh beteiligt sind: Visagisten, Fotografen, Drehbuchautoren, Kameraleute und, und, und. Sie alle verdienen ihr Geld mit schlüpfrigen Inhalten. An die Gagen der Darsteller kommen allerdings nicht alle heran. Top-Verdiener am Set: der Regisseur, der im Schnitt zwischen knapp 900 und 1.300 Euro pro Tag verdient. Bekannte Macher können aber auch schon mal bis zu 2.600 Euro kassieren. Eine gute Story macht sich also bezahlbar!

Ohne Aufnahmen kein Film, Kameraleute sind daher immer mit dabei. Sie verdienen immerhin bis zu 600 Euro täglich – es sei denn, sie rücken mit ihrer eigenen Kamera an, dann ist sogar mehr drin. Um den Film hinterher zu vermarkten, macht oft ein Fotograf Bilder von den Darstellern. Er erhält gute 400 Euro am Tag, ebenso wie der Visagist, der für Smokey Eyes, rote Lippen und den perfekten Teint zuständig ist. Drehbuchautoren, Tontechniker und Produktionsassistenten müssen sich hingegen mit kleineren Gehaltschecks zwischen 90 und 350 Euro zufriedengeben.