Groß, stark und kleinpimmelig

Michelangelos David gilt als das Sinnbild für den perfekten Körper. Und doch scheint die Skulptur einen Makel zu haben: der kleine Penis. Ein Kunstfehler? War es womöglich einfacher, ein winziges Genital aus Marmor zu meißeln? Nein! Historiker haben herausgefunden, dass David dargestellt wurde, wie er sich im Zweikampf mit Goliath befindet und dabei Todesangst hatte. Eine Angst, die sein Gemächt schrumpfen ließ. David ist jedoch kein Einzelfall.

Anders Schönheitsideal

Die Mini-Penisse bei anderen Skulpturen haben zudem einen ästhetischen Grund. Schönheit ist relativ – das zeigt sich insbesondere im Wandel der Zeit. Während heutzutage üppige Busen für Weiblichkeit stehen und große Penisse ein Zeichen von Männlichkeit sind, folgten die alten Griechen einem anderen Schönheitsideal.

Nicht die Größe des Geschlechtsteils erhöhte die sexuelle Ausstrahlung – sondern das Gegenteil. Im antiken Griechenland wurden große Penisse mit Barbarei und Dummheit assoziiert. Das wird vor allem beim Blick in die griechische Mythologie deutlich: Dort haben nämlich Figuren mit diesen negativen Eigenschaften fast immer ein großes Glied.