Abenteuer Auto

Tipps: Standheizung nachrüsten und mehr

01.12.2007 • 16:54

Themen: Standheizung für Diesel nachrüsten und Weißwand-Reifen

Eiskalter Winter? Standheizung nachrüsten für ein kuschelig warmes Auto

Wer kennt es nicht? Die morgendliche Fahrt zur Arbeit beginnt damit, das Auto zu enteisen und die ersten Minuten der Fahrt fühlen sich an, als säße man auf einem Gletscher. Den Motor vorab zu starten und das automatisch, bietet eine gute Alternative. Damit wird nicht nur das Fahrzeug angewärmt und die Scheiben aufgetaut, sondern auch der Motor selbst beginnt warm zu laufen und verbraucht so deutlich weniger Benzin als bei einem sogenannten Kaltstart in den Verkehr.

Wie im Video gezeigt, können Sie eine Standheizung problemlos nachrüsten und einige Fahrzeuge bringen bereits einen Teil der erforderlichen Komponenten vom Werk aus mit. Ob der eigene Wagen zu den entsprechenden Fahrzeugen gehört, recherchieren Sie im Internet oder lesen es in der Betriebsanleitung Ihres Autos nach.

Die Standheizung an neueren Fahrzeugen nachzurüsten, sollten Sie allerdings den Profis überlassen, denn neben den Heizelementen kommen noch die Steuerungen, Timer und Funkverbindungen ins Spiel, ein perfekt aufeinander abgestimmtes Technikensemble, das bei korrektem Einbau den Wagen winterfest werden lässt.

Standheizung nachrüsten – aber welche Variante?

Eine Standheizung nachzurüsten, ist für jeden Autofahrer in nördlichen Gefilden und ohne Garage eine gute Idee. Bevor man sich allerdings für ein Modell entscheidet, sollte man sich überlegen, welche Anforderungen man an seine neue Standheizung stellt. Soll der Wagen täglich zur gleichen Uhrzeit aufgeheizt werden? Soll die Heizung per Funk gesteuert werden? Oder möchten Sie Ihre Standheizung per Handy-App steuern können? Je nach Anforderung gibt es unterschiedliche Modelle, die in der Regel für die gängigen Fahrzeugtypen geeignet sind.

Alternativen zur Standheizung?

Wer das Geld für eine Standheizung sparen möchte, kann auf diverse Angebote verschiedener Scheibenenteiser-Gadgets zurückgreifen; die wenigsten davon überzeugen allerdings im Test wirklich. Ohne Standheizung oder Garage helfen nur:

  • aktives Eiskratzen
  • sehr leicht (!) angewärmtes Wasser; bei Minusgraden kann dies aber schnell wieder überfrieren
  • Scheibenenteiser auf Alkoholbasis
  • den Motor anstellen, warten und hoffen, dass die Nachbarn gute Nerven haben
  • eine mobile Autogarage

Die mobile Autogarage – ein hilfreiches Wintergadget?

Eine spannende Alternative zu einer Standheizung ist die mobile Autogarage. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Ausführungen und in verschiedenen Preissegmenten. Für den kleinen Geldbeutel eignet sich die Folienvariante, die einfach vollständig über den Wagen gezogen wird. Der Vorteil: Auch bei Minustemperaturen ist das Kratzen nicht erforderlich, alle Scheiben bleiben eisfrei.

Ein wenig luxuriöser sind mobile Autogaragen mit Zeltcharakter. Diese verfügen über ein Gestänge, ähnlich einem Faltpavillion oder sind gar aufblasbar. Der Vorteil hier ist die Luftschicht, die sich zwischen dem Fahrzeug und der mobilen Garage befindet. Das Fahrzeug kann nur schwer beschädigt werden und die Winterkälte hat weniger Chancen in das Fahrzeug zu gelangen. Jedoch ist für diese Garagensysteme in der Regel mehr Platz erforderlich, als ein einfacher Straßenparkplatz gewährt und das Aufstellen ist eher für den permanenten Einsatz gedacht – also eine Garage für Menschen, die über einen festen Stellplatz verfügen und deren Parkplatzvermieter kein Problem mit dieser Garagenlösung hat.

Der Powerpack 5 in 1 für den Winter – was kann dieses Gadget?

Diese mobile Autobatterie leistet Starthilfe und bläst einen platten Reifen wieder auf. Auch das Umwandeln von Batteriestrom in 230 V ist eines der Angebote des Powerpacks. Damit ist gerade für Vielfahrer dieses kleine Set eine gute Idee als Ersthelfer bei Pannen. Es passt bequem in jedes Fahrzeug, kostet je nach Anbieter um die hundert Euro und kann einfach an einer normalen Steckdose wieder aufgeladen werden. Weiterhin bietet es zwei 12-Volt-Steckdosen, eine Ladestandanzeige sowie integrierte LED-Leuchten, um den Arbeitsbereich gut auszuleuchten. Und was macht dieses Pack zum guten Winter-Gadget? Die Ladefunktion der Batterie. Kalte Temperaturen in Kombination mit Kurzstrecken belasten ältere Batterien häufig und so ist es nicht selten, dass ein Fahrzeug im Winter Starthilfe benötigt, da die Batterie zu schwach geworden ist.

Weitere kleine Helfer, um mit dem Auto sicher durch den Winter zu kommen

Es gibt heute viele kleine Helferlein fürs Auto und nicht wenige davon sind wirklich praktisch. Ob beheizbare Sitzauflage; Lenkradheizung oder der Scheibenkratzer-Handschuh – was man braucht oder haben möchte, kann jeder für sich selbst entscheiden. Wichtig im Winter ist auf jeden Fall, stets eine gute Sicht aus eisfreien Scheiben, ein solider Gripp durch gute Winterreifen und eine frische Batterie, die garantiert, dass der Wagen stets einsatzbereit ist.