Beinahe ebenso wichtig wie die Familie ist für einen Polizisten sein Partner/seine Partnerin; welchen Einfluss haben Sie darauf, mit wem Sie auf Streife gehen?
Ich bin in der glücklichen Lage, Dienst-Schichtleiter zu sein und kann mir das daher selbst aussuchen. Allerdings ist es dennoch nicht so, dass ich immer mit demselben Kollegen auf Streife fahren würde. Da ich die Leistungen aller Kollegen beurteilen muss, wechsele ich die Besatzungen der Streifenwagen immer wieder durch.
Stade und Buxtehude – das klingt für Außenstehende nach einem eher entspannten Polizisten-Dasein; täuscht der Eindruck und bereitet vielleicht gerade der Hafen Probleme?
Der Hafen an sich macht uns bisher kaum Probleme. Was uns allerdings – im Vergleich zu Großstädten – belastet, ist unsere Personalsituation. Wenn ein Einsatz z. B. einmal ein stärkeres Aufgebot an Kräften verlangt, dann wird es eng. Im Sommer haben wir in Stade z. B. bis zu 40 Einsätze pro Nacht, können aber nur auf vier Fahrzeug-Besatzungen zurückgreifen. Da kann es schon einmal eng werden.
Wenn Sie zurückschauen – was war bis dato Ihr kuriosester Einsatz?
Bahlmann: Es ist immer wieder so, dass man gerade nach kuriosen Einsätzen denkt "Mensch, das, was wir da gerade erlebt haben, das müsste man eigentlich mal notieren". Wenn man dann aber, wie jetzt, gefragt wird, ausgerechnet dann fällt einem natürlich nichts ein. Tatsache ist aber, dass man durchaus häufiger auch mal herzhaft lachen kann nach einem Einsatz.
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